Pflegetipps für antike Möbel

Für alle antiken Möbel steht die Frage der Pflege im täglichem Gebrauch im Vordergrund. Grundsätzlich an erster Stelle steht immer das Raumklima, bei dem die Möbel aufgestellt werden. Zu der Zeit als diese Möbel gebaut wurden, waren die Räume anders klimatisiert. Häufig waren die Zimmer gar nicht oder unregelmäßig beheizt, was kalte, feuchte Räumlichkeiten mit einer Luftfeuchtigkeit von 50 – 70 % zur Folge hatte. Heutige zentralbeheizte Wohnräume sind bei Luftfeuchtigkeit teilweise unter 30 % sehr trocken. Darauf reagieren antike massive Möbel einerseits mit Trockenrissen, Verzugschäden (Holz gibt Feuchtigkeit ab und schwindet) und Furnierblasen, andererseits ist aber auch die Oberfläche vom Austrocknen betroffen.

Riss Schubladenboden

FurnierrissSeitenriss

Mit Hilfe kleiner Wasserschalen unter den Möbeln oder an Heizkörpern sowie mit Luftbefeuchtern kann die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Nicht nur die Lebensdauer ihrer Möbel sondern auch für ihr eigenes körperliches Wohlbefinden wird dadurch gesteigert. Bei der Pflege der Oberflächen sollte man mit denen im Handel angebotenen Wachsen und Ölen sehr sparsam umgehen, da diese bei zu regelmäßigem Gebrauch oft das Gegenteil bewirken. Mit trockenen Staubtüchern (bei Schellackoberflächen) bzw. nebelfeuchtem Baumwollappen ist der originalen Oberfläche am besten geholfen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Pflege ihrer Möbel liegt beim Aufstellungsort selbst. Direkte Sonneneinstrahlung sollte wenn möglich vermieden werden, da der UV Anteil im Licht die Oberfläche schädigen kann (Holz verblasst und bleicht aus). Auch ein gewisser Abstand zur Wand sollte immer bewahrt bleiben, dass die Raumluft zirkulieren und das Möbelstück atmen kann.

 

Andreas Grimme

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